GEW-Sportkommision

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Was ist die GEW-Sportkommission?..
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START .. . Positionen und Forderungen der GEW-Sportkommission zu sportpolitischen und sportpädagogischen Fragen
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Ganztagsangebote an Schulen - neue Rolle für den Schulsport 
 

Der Bildungsauftrag des Staates 
beinhaltet zwingend den allgemeine Schulsport-Pflichtunterricht. Dieser muss daher auch weiterhin in der Hoheit des Staates bleiben. Es darf nicht dazu kommen, dass der Schulsport zum Beispiel im Rahmen des Ganztagsangebotes nur noch als Angebotssport in den Nachmittag verlegt wird und den einzelnen Verbänden des deutschen Sportbundes übertragen wird. 
 

Unsere Forderung: 
Ausweitung des obligatorischen Sportunterrichts (täglich eine Stunde von Klasse 1 bis 6), gekoppelt mit Gesundheitserziehung (Hygiene, Ernährung, 1. Hilfe etc.). 
Wir fordern, dass zumindest die seit Jahren vereinbarten drei wöchentlichen Sportstunden gesichert werden. 

Der Sportunterricht muss Grundlagen für ein lebenslanges Sporttreiben durch ein vielfältiges Angebot schaffen, eine frühe Spezialisierung ist im Schulsport nicht sinnvoll und nicht erforderlich. 
Es ist wissenschaftlich belegt, dass bedingt unter anderem durch Bewegungsmangel, krankmachende Faktoren beziehungsweise Krankheiten wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, etc. ständig zunehmen.
Ganzheitliche Bildung und Erziehung erfordern auch wissenschaftlicher Sicht zwingend eine Intensivierung vielfältiger sportlicher Tätigkeit gekoppelt mit freudvoller musischer Erziehung ( z.B. Tanz- und Singspiele). 

Wissenschaftliche Untersuchungen (u.a. am Beispiel der Friedrich-Ebert-Grundschule in Bad Homburg/Hessen, die seit 7 Jahren täglichen Sportunterricht durchführt) belegen, dass die Schüler/Innen weniger aggressiv und seltener übergewichtig sind. Zudem können sie sich im Unterricht besser konzentrieren, denn motorische Förderung macht Kinder neugieriger, selbstsicherer und klüger. Auch die kognitiven Leistungen werden gesteigert (Bewegung forciert und anderem die Gehirntätigkeit). 

Deshalb muss der Sport als fester Bestandteil in den Schulen integriert bleiben. Auch eine Veränderung des Unterrichts ist zwingend geboten: Neben einer dem Biorhythmus angepassten zeitlichen Struktur des Tages, in welcher Bewegungszeit sinnvoll eingeplant ist, ist unter anderem auch auf die Rhythmisierung aller Unterrichtsstunden zu achten. Nur Unterrichtsmethoden, die Bewegung zwingend erforderlich machen, helfen den Unterricht lebendig und anregungsreich zu machen. Maßnahmen, welche die Selbständigkeit der Schüler und Schülerinnen fördert und das eigenverantwortliche Lernen unterstützen sowie die Belastung der Lehrkräfte - auch im Sport - reduzieren können, sind immer auch im Sinne der Rhythmisierung des Unterrichts.

Für die neue Rolle des Sports im Ganztagsangebot müssen zudem Kooperationsvereinbarungen getroffen werden, die selbstverständlich unter der Führung der Schule stehen müssen. Hier sind zum Beispiel  Maßnahmen wie „Schule und Verein“, Schulsozialarbeit, Jugendhäuser und Jugendkulturzentren oder auch anderen geeignete Institutionen als Kooperationspartner gefragt. Angebote der Betreuung können dadurch auch an Übungsleitern/Trainer, Sportassistenten, Schülervertreter, Eltern usw. übertragen werden. Dies sollte aber nur Ergänzungsangebot zum Pflichtsportunterricht geschehen. 
 
 
 
 
 

 

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